Ein anderer ist ihr Futter: die Hüllen von Weizenkörnern, die bei der Mehlproduktion als Abfall anfallen und billig zu haben sind. Dazu kommen noch ein paar Karotten, über die die Insekten ihren Flüssigkeitsbedarf decken. Die Rohstoffe sind exakt dokumentiert und zertifiziert, genauso wie der ganze Produktionsprozess. Seit van de Ven auch Restaurants beliefert, gelten die strengen Auflagen des Lebensmittelrechts. Den Käfern ist das egal, sie legen ihre Eier direkt in ihre Nahrung und nach ein paar Tagen schlüpfen kleine Mehlwürmer. Peters:
"Hier sehen Sie die Mehlwurmhochhäuser. Man kann die Kästen stapeln, es ist alles sehr effizient. Sie leben in der Nahrung, es ist alles trocken, sie brauchen wenig Wasser und müssen nicht pinkeln. Gut für die Umwelt."
"Wenn wir Mayonnaise machen, nutzen wir Proteine aus Hühnereiern. Die Nahrungsmittelindustrie forscht an Alternativen. Wenn sie Eiweiß aus Mehlwürmern oder Grashüpfern nutzt, dann ist das billiger und umweltfreundlicher. Schon bald könnte ein Teil der Emulgatoren für Fertiggerichte von Insekten stammen, selbst in Westeuropa."
aus:
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/wib/1720687/
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